Initiierung und Einrichtung von SchülerInnenfirmen

Bevor eine SchülerInnenfirma ihre Arbeit aufnehmen kann, bedarf es einer umfangreichen inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung.
Aufgabe der im Projekt eingestellten wissenschaftlichen Mitarbeiterin ist es, von der Basis des Regionalen Umweltbildungszentrums Hollen aus die beteiligten Schulen in allen Aspekten der Gründungsphase vor Ort in den Schulen zu begleiten sowie die Fortbildungskurse inhaltlich und organisatorisch zu planen und durchzuführen.

Da die meisten Schulen bisher noch keine Erfahrungen mit SchülerInnenfirmen haben, sollen im Rahmen des Projektes die folgenden qualifizierenden Kursangebote – anzuklicken in der Spalte rechts – für Schulleitungen, betreuende Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SchülerInnenfirmen angeboten werden.

Fachliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SchülerInnenfirmen sowie der betreuenden Lehrkräfte

Parallel zur Gründungsphase in den SchülerInnenfirmen ist der laufende Betrieb in den Firmen zu planen und zu organisieren. Wie soll die Aufgabenverteilung im Betrieb aussehen? Welche Stellen mit welcher Arbeitsplatzbeschreibung ergeben sich daraus? Wie sieht die Organisation der Informationen und Anweisungen aus? Wie soll die Beschaffung, die Produktion der Güter bzw. der Dienstleistungen, der Absatz, die Werbung usw. konkret organisiert werden? Das sind Fragen, die vor der Routine der alltäglichen Arbeit gelöst werden müssen und dann immer wieder einer Überprüfung bedürfen. In einer an Nachhaltigkeit orientierten Unternehmung sind solche Fragen auch ständig unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten zu diskutieren, die Dimensionen "Dritte Welt", "Gleichberechtigung der Geschlechter" und "gleiche Chancen zukünftiger Generationen" sind in die Betrachtungen mit einzubeziehen.
In diesem Projekt geht es schwerpunktmäßig auch um eine fachliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der betreuenden Lehrkräfte für die Arbeit in den beteiligten Firmen. Dabei sollen Qualifizierungskurse zu den folgenden betriebswirtschaftlichen Themen unter Einbeziehung der Kriterien des Umweltmanagements geplant und durchgeführt werden. Die Kurse sollen so geplant und dokumentiert werden, dass sie in einer späteren Ausbreitungsphase jederzeit an jedem Ort wiederholbar sind. Themen solcher Kurse sind u.a.:

1. Rahmen von Unterricht und Schulrecht
2. Rechtliche Aspekte zum Firmenstart
3. Mitarbeiterschaft in der Gründungsphase
4. Grundlagenwissen zur Nachhaltigkeit
5. Produktpolitik mit nachhaltigem Erfolg
6. Nachhaltige Materialwirtschaft / Lagerhaltung
7. Fertigungswirtschaft und Nachhaltigkeit
8. Sozial- und umweltverträgliches Marketing
9. Grundlagen des Rechnungswesens
10. Personalplanung und Organisation
11. Förderung von Schlüsselqualifikationen