Märkte und Konkurrenz
Konkurrenzsituation
Die Schülerfirma bietet mit ihren Produkten und Dienstleistungen Leistungen an, die auch von regionalen Mitbewerbern angeboten werden. So werden Produkte der Abteilung "Cafeteria" ebenfalls von der Cafeteria in dem benachbarten OS/HS-Schulzentrum angeboten.
Produkte der Abteilung "Holz-Metall" bzw. der Abteilung "Kreativ" werden ebenfalls von Anbieter auf Hobbymärkten, Weihnachtsmärkten in Ganderkesee und Umgebung, Geschenkeläden und Floristikgeschäfte verkauft.
Reaktion auf die Konkurrenzsituation
Insgesamt reagieren die regionalen Betriebe sehr positiv auf die Arbeit der Schülerfirma.
Allerdings ist die Schülerfirma verschiedene Kompromisse in ihrem Angebot eingegangen, um von vorne herein keine marktverändernde Konkurrenzsituation aufkommen zu lassen.
So hat die Schülerfirmenabteilung "Cafeteria" Preisangleichung der benachbarten Cafeteria bei gleichen Waren vorgenommen - bei eigenen oder aufwendigeren Produkten betreibt sie eine eigene Preisgestaltung.
Die Abteilung "Holz-Metall" und die Abteilung "Cafeteria" nehmen zur Information der Marktleuten/Geschäftsleuten/Hobbyausstellern der Weihnachtsmärkte an gemeinsamen Treffen teil, um sich gegenseitig über die Angebotspalette zu informieren und die Zielsetzung des Projektes "Schülerfirma" darzustellen, so z.B. darüber, dass Artikel von Schülern gefertigt werden (nicht professionell) und der Gewinn teilweise dem Ghanaprojekt zufließt.
Auch hat die Abteilung "Cafeteria" aus Wettbewerbsgründen Einschränkungen im Warenangebot gemacht.
Beurteilung der eigenen Marktstellung
Neue Kunden gewinnen wir u.a. dadurch, dass unsere Produkte bei Bekannten, Freunden oder Einrichtungen gesehen werden.
Umsatzrückgänge bei Mitbewerbern sind nicht bekannt, aber auch nicht vorstellbar. Es gibt Produkte, bei denen wir Alleinanbieter sind. Auf dem Weihnachtsmarkt sind wir inzwischen etabliert. Wir haben sowohl "alte" Kunden, die bewusst unseren Stand ansteuern, als auch "neue" Kunden, aus dem jährlich wechselnden Publikum. Bei Verkäufen auf Schulbasaren haben wir einen relativ festen Kundenkreis.
Ermittlung des Produktangebotes
Die Schülerfirma ermittelt ihr Warenangebot durch Befragung von möglichen Kunden (Eltern, Verwandtschaft, Kollegen, Bewohnern in Ganderkesee).
Auch fließen Vorschläge von MitarbeiterInnen und den/der AbteilungsleiterIn und Hinweise von Kunden mit ein. Außerdem wird durch regionale Marktbeobachtung bezüglich des Angebots das Warensortiment angepasst. Durch die eigene Verkaufsanalyse (Auflistung von "Renner" und "Flopp") lässt sich eine Sortimentsanpassung leichter vornehmen.
Reaktion auf Marktveränderung
Häufige Kundennachfragen nach Waren aus dem Vorjahresangebot (falls nicht mehr im Programm oder bereits vergriffen) werden dann wieder ins Sortiment aufgenommen.
Bei stark schwankender Nachfrage kann bei erfolgreichen Verkäufen kurzfristig die Produktion erhöht werden.
Für die MitarbeiterInnen der Schülerfirma bedeutet eine vermehrte Nachfrage nach Produkten (Zusatzbestellungen) eine große Bestätigung und Motivation aber auch erhöhtes / gestärktes Selbstbewusstsein
Nachfolgeprodukte
Wie bereits angesprochen, verändert bzw. passt die Schülerfirma ihr Warenangebot an veränderte Marktbedürfnisse an.
Daraus entstehen Nachfolgeprodukte insofern, als dass
a) Artikel aus dem Angebot verfeinert, differenziert, ergänzt, verändert werden,
b) durch Erkundung des Angebotes auf anderen Märkten Ideen aufgegriffen werden,
c) eigene Ideen aufgegriffen werden.
Zielgruppe der Schülerfirma
Kunden der Schülerfirma sind Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, RUZ, aber auch private Kunden, überwiegend aus der Region.
Kaufanreize
Für die Kunden der Produkte der Schülerfirma stellen der gute Service, der Bezug zur Schule, der akzeptable Preis und natürlich besonders das pfiffige Produkt kaufentscheidende Anreize dar.
Stark verkaufsfördernd wirkt sich ebenfalls aus, dass ein Teil des Erlöses unserer Partnerschule in Ghana zur Aufforstung von Schulwäldern zur Verfügung gestellt wird.
Nachhaltigkeit als Kaufanreiz
Von sich aus problematisieren unsere Kunden das Thema Nachhaltigkeit kaum. Erst wenn MitarbeiterInnen unserer Schülerfirma das Thema ansprechen, wird zu Teilaspekten (häufig der Umweltaspekt der Materialien) nachgefragt.
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