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| Anschrift: |
Staatliches Förderzentrum "Siegfried Schaffner",
Brückenstr. 1a, 07768 Kahla |
| Rektor: |
Frau Küfner |
| Betreuende Lehrkraft: |
Frau Zorn und Frau Seidel |
| Name der Schülerfirma: |
"CaLaBa-AG" |
| email-Anschrift: |
foerderzentrum-kahla@t-online.de |
Die Schülerfirma "CaLaBa-AG" (Cafe, Landmarkt, Backen) wurde im Oktober 2000 gegründet. Sie stellt alte thüringische Produkte nach traditioneller Art her. Zu diesem Zweck haben die MitarbeiterInnen einen alten Lehmofen wieder in Betrieb genommen und alte Rezepte rausgesucht. Es werden verschiedene Kuchenarten auf den herkömmlichen runden flachen Backblechen gebacken. Darüber hinaus werden für den dreimal jährlichen Markt andere Produkte wie Marmeladen, Kräuteressige und Öle usw. hergestellt und auf dem eigenen Stand verkauft. Zu dieser Gelegenheit werden aber auch weitere Produkte wie z.B. selbstbezogene Kissen angeboten.
Durch diese Unternehmensidee lernen die MitarbeiterInnen neben den sonstigen "normalen" Zielen einer Schülerfirma auch etwas über die Kultur und Geschichte des Landes Thüringen kennen.

Die Leitung der Schülerfirmen-Aktiengesellschaft wird von zwei MitarbeiterInnen (Chef und Stellvertreter) und je einer beratenden Lehrerin übernommen. Als nächste Hierarchieebene gibt es die drei AbteilungleiterInnen, die auch jeweils von einer Lehrerin beraten werden. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus 2 MitarbeiterInnen, 1 Lehrerin, sowie dem Filialleiter des Büroservice aus Kahla. Der Aufsichtsrat wird in der Hauptversammlung gewählt, der die Firmenleitung eingesetzt. Jeweils im Oktober findet eine Aktionärsversammlung statt, auf der der Rechenschaftsbericht vorgelegt, der Vorstand entlastet, die Lohnhöhe beschlossen und die Dividende ausgezahlt wird. Auch wird das Forum dazu genutzt, neue MitarbeiterInnen vorzustellen und eine neue Geschäftsführung zu wählen.
Die Schülerfirma hat z.Zt. 25 MitarbeiterInnen, die sich schriftlich für die Aufnahme in der Schülerfirma bewerben müssen. Neben dem Interesse an der Tätigkeit müssen die SchülerInnen mindestens in der 5. Klasse sein. Sie haben dann aber die Möglichkeit, bis zum Abschluss der 9. Klasse in der Schülerfirma zu arbeiten.
Es gibt eine klare Firmenstruktur. Die Arbeit der Schülerfirma gliedert sich in drei Hauptabteilungen: den Cafebetrieb, die Backabteilung und den Landmarkt.
Für den Cafebetrieb steht den SchülerInnen eine schülerfirmeneigene Küche mit angegliedertem Serviceraum im Aufenthaltsbereich der Schule zur Verfügung. Diese wurden von den SchülerInnen und den betreuenden Lehrkräften in Eigenarbeit komplett renoviert und aus den Gewinnen der Schülerfirma eingerichtet. Die SchülerInnen bieten für die ca. 280 SchülerInnen und Lehrkräfte der Schule ein Angebot auf Suppenterrinen, Brötchen, Pizzabaguettes, Würstchen, Pudding, Kuchen und Getränken an. Es soll keine direkte Konkurrenz für die Schulküche darstellen, aber den SchülerInnen die Möglichkeit geben, vormittags eine Kleinigkeit zu essen und den älteren SchülerInnen (die sowieso nicht mehr in der Schulküche essen würden) eine Mahlzeit anzubieten. Die Personalbesetzung wird mit einem Personalplan festgelegt, so dass das Schülercafe in den Freistunden der Mitarbeiter und den Pausen geöffnet hat. Seit März 2002 werden die MitarbeiterInnen noch von einer ABM-Kraft unterstützt, was es nun erlaubt, auch SchülerInnen der 5. und 6. Klasse das Cafe betreiben zu lassen.
Für die zweite Abteilung "Backen" haben sich die SchülerInnen und Lehrkräfte in dem ehemaligen Internatsgebäude die alte Küche komplett hergerichtet. Außer Arbeiten, die von Facharbeitern erledigt werden mussten (Verfliesen und Elektrik), haben auch dort die MitarbeiterInnen und Lehrkräfte die Renovierungsarbeiten weitestgehend alleine bewältigt.
Nach Abschluss der Arbeiten stehen der Schülerfirma in dem Gebäude nun eine große Backstube, eine Speisekammer und ein Büroraum zur Verfügung. Dort werden regelmäßig Kuchen und Brote gebacken, die dann im Cafe verkauft werden. Die Schülerfirma CaLaBa übernimmt aber auch externe Aufträge.
Beide Abteilungen arbeiten für den dreimal im Jahr stattfindenden Landmarkt in Reinstädt (einem Nachbarort) eng zusammen. Unterstützt werden sie auch von anderen Klassen der Schule, die im handwerklichen Unterricht Kissen, Stoffsäckchen u.ä. herstellen.
Den betreuenden Lehrkräften liegt insbesondere an einem ganzheitlichen Lernen. So werden für die Abteilung "Backen" Backbücher (Deutschanteil) erstellt, Rezepte berechnet (Matheanteil) und es wird über verschiedene Produkte gesprochen (Biologieanteil).
In der Abteilung "Cafe" müssen die Einkäufe berechnet und Preise kalkuliert werden.
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